Auf ins Grüne! Und doch wieder ins Büro…

Vom Zwei-Mann-Betrieb bis zum großen Mittelständler, von der Backstube bis zur Zweiradwerkstatt. Ralph Bombis, der Experte unserer Fraktion für Mittelstand und Handwerk hat schon eine Menge gesehen. Landauf, landab macht er sich ein ungefiltertes Bild davon, wie es in den Betrieben zugeht und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Als Vorsitzender der Handwerks-Enquete-Kommission im Landtag NRW will er diese Erkenntnisse in die Arbeit des Parlaments einspeisen. Sein Weg führt ihn nicht nur in Werkstätten und Fabrikationshallen, sondern auch ins Grüne: so zum Beispiel zum Garten- und Landschaftsbaubetrieb Knappmann in Essen. Ein Vor-Ort-Bericht von Ralph Bombis:

„Relativ unscheinbar liegt der Betrieb von Peter Knappmann im Gewerbegebiet in Essen. Doch beim Gespräch wird schnell klar, dass von hier aus große Projekte angegangen werden. Stolz zeigt der Geschäftsführer einige Prospekte: Bundesweit hat sein Betrieb Grünanlagen gestaltet und mehr Möglichkeiten für Menschen geschaffen, eine kleine Rast im Grünen oder einen Spaziergang einzulegen. Da ist wieder einer von ihnen – ein “Hidden Champion“ aus dem Mittelstand in NRW.

GaLaBau findet natürlich vor allem draußen statt, für jeden Tag werden kleine Teams mit meist zwei bis fünf Mitarbeitern zusammengestellt, die dann zu ihren Einsatzorten fahren. Doch die Planung passiert im Büro. Und zunehmend nicht nur die. Peter Knappmann stöhnt über zunehmende Bürokratielasten. Dass er gerade einen Anbau an sein Büro plant, hat auch mit den stetig wachsenden Vorschriften zu tun. Viel lieber würden seine Tochter, die hier im Büro arbeitet und die anderen Kräfte sich auf die Kundenbedürfnisse konzentrieren. Aber zunehmende Auflagen binden immer mehr Personal.

Und auch in einem anderen Bereich musste Knappmann zusätzlich investieren. Zwar freut er sich über Quereinsteiger, die nach einem fachfremden Bachelor oder abgebrochenen Studium im GaLaBau ihre Berufung finden und „aufblühen“, aber diejenigen, die direkt von der Schule zu ihm kommen, haben einen immer höheren Anleitungsbedarf. Deshalb hat er einen zusätzlichen Meister eingestellt, der ausschließlich die „Neuen“ im ersten Ausbildungsjahr betreut. Kein einfacher Job, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Gepflogenheiten im Umgang mit Kunden zu vermitteln – und nicht zuletzt auch den Spaß am Beruf! Auch daran merkt man, wie handwerksnah der GaLaBau ist: Der Betrieb ist eine große Familie – verwandt oder nicht.“

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