Und plötzlich doch im Landtag

von Andreas Terhaag

Manchmal geht das Leben verschlungene Wege. Es war schon über drei Jahre her, dass ich für die Landtagswahl auf Listenplatz 24 kandidierte, als ich im Spätsommer dieses Jahres den Anruf bekam, möglicherweise noch in den Landtag nachrücken zu können. Der ostwestfälische Abgeordnete Kai Abruszat stand in Stemwede zur Wahl als Bürgermeister und nach seinem Wahlerfolg wurde es für mich Zeit, zu organisieren. Ich bin Mittelständler mit einem eigenen kleinen Betrieb und stehe voll im Berufsleben. Als ich dann unerwartet Landtagsabgeordneter wurde, musste das ganze persönliche und berufliche Umfeld mit anpacken, damit ich die zusätzlichen Termine und Aufgaben wuppen konnte.

Die ersten Wochen als Parlamentarier waren spannend; vom Bezug des neuen Büros (fast!) mit Blick auf die Rheinkniebrücke über den Besuch der ersten Ausschusssitzungen bis zur offiziellen Verpflichtung als Mitglied des Landtags durch Präsidentin Carina Gödecke in der Plenarsitzung am 2. Dezember. Sogar die zweite und dritte Lesung und damit die endgültige Verabschiedung des Landeshaushalts für 2016 habe ich inzwischen von meinem Platz in den Abgeordneten-Sitzreihen verfolgen können. Die Haushaltsberatungen geben einem in besonderem Maße ein Gefühl dafür, worum es geht: Um politische Schwerpunktsetzung und die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft unseres Landes. Daran werde ich in Zukunft mit meinen Kolleginnen und Kollegen der FDP-Fraktion mitarbeiten dürfen.

Ich habe großen Respekt vor den Aufgaben eines Abgeordneten, aber ich freue mich auch sehr auf die Herausforderungen, die mich erwarten und darauf, in Zukunft Ansprechpartner für die Anliegen aller Bürgerinnen und Bürger unseres Landes zu sein. Ich bin stolz darauf, nun als Abgeordneter meine Heimatstadt Mönchengladbach vertreten zu dürfen und gleichzeitig Verantwortung für ganz Nordrhein-Westfalen zu tragen.

Meine Fraktion hat mich zu ihrem Sprecher für Haushaltskontrolle ernannt und mich dem Landtagsausschuss für die Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden vorgeschlagen. Für diesen Vertrauensvorschuss bin ich sehr dankbar. Darüber hinaus werde ich als Mitglied des Petitionsausschusses ganz nah dran sein an den Sorgen und Nöten, mit denen sich die Bürgerinnen und Bürger an den Landtag wenden können und werde hoffentlich in vielen Fällen dabei helfen können, Konflikte beizulegen und Lösungen und Auswege zu finden.

Vor vielen Jahren arbeitete ich als Büroleiter eines Abgeordneten im Landtag NRW. Damals hätte ich nicht gedacht, selbst einmal Mitglied des Landtags zu sein. So schließt sich der Kreis – auf verschlungenen Wegen. Ich freue mich auf interessante und bereichernde Gespräche bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen der Fraktion und meinen Terminen vor Ort.

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