Bildung im Jahr 2020 – Besuch bei der didacta

Didacta. Bildungsmesse. Das klingt erstmal trocken. Was erwartet einen Besucher auf einer Fachmesse für Bildung? Bücher? Lernsoftware? Stifte? Die Antwort: Dreimal ja – und noch viel mehr. Denn Bildung ist ein großes, kaum eingrenzbares Thema und steht mit der Digitalisierung vor einer nächsten Mega-Aufgabe. Grund genug, dass sich nicht nur die Bildungsexperten der FDP die Messe zum Termin machen. Zu diesem Herzensanliegen der Freien Demokraten hat sich Fraktionschef Christian Lindner angesagt. Nicht nur ein Messerundgang, auch eine Podiumsdiskussion über digitale Bildung stehen auf dem Terminplan.

Bildung beginnt lange vor der Einschulung, und so erinnert Lindner im Gespräch mit didacta-Präsident Wassilios E. Fthenakis daran, dass er als Fachpolitiker für Kinder und Familie das Kinderbildungsgesetz auf den Weg gebracht hat, durch das die frühkindliche Bildung in NRW einen großen Stellenwert bekam und notwendige Modernisierung in Kitas und Verbesserung in der Ausbildung von Erziehern begonnen wurden.

Doch den Schwerpunkt des Besuchs legt Lindner auf die digitale Bildung. Und er ist beeindruckt, was die Messe zu bieten hat. Da steht eine Apparatur, die man eher auf einer Industriemesse erwartet: Roboterarme, rote Notschalter, Transportbänder. Industrie 4.0 steht am Stand von Festo Didactic. Und schnell erfahren wir, das Unternehmen ist spezialisiert auf technische Bildung, die Projektarbeitsplätze 4.0, die ausgestellt werden, bereiten auf Berufe in der Industrie vor. Auf die Arbeitsplätze der Zukunft also.

Und das Klassenzimmer der Zukunft? Wie könnte das aussehen? Darüber diskutieren Reinhard Koslitz, Geschäftsführer didacta-Verband, Steffen Ganders, Head of Corporate Affairs Samsung Electronics und Benjamin Seelisch, Leher am Neuen Gymnasium Rüsselsheim und Christian Lindner. Tablets, Whiteboards und mobile Devices ersetzen zunehmend Papier, Stift und Tafel – doch die eigentliche Revolution des digitalen Lernens besteht noch bevor, ist Lindner überzeugt. Zum Beispiel, wenn selbstgesteuertes Lernen durch Digitalisierung ermöglicht wird.

Und wem das noch nicht genug Weitblick war? Der kann gleich nebenan eine Cyber-Brille testen und eine virtuelle Reise durch die Galaxie machen und die Umlaufbahn von Erde, Venus und Jupiter entlang gleiten. Bis das jedoch den Schulalltag erreicht, werden jedoch noch gefühlte Lichtjahre vergehen – leider.

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