Von altem Blech und großer Leidenschaft

Legenden, Klassiker und lang gehegte Jugendträume. Sie alle sind noch bis Sonntag in Essen zu Hause. Allein ihr Anblick löst bei vielen glänzende Augen aus. Es ist Techno Classica. Mehr als 1250 Aussteller aus über 30 Nationen präsentieren ihre alten Schätzchen. Oder alles was nötig ist, um sie in Schuss zu bringen. Knapp 200.000 Besucher haben im vergangenen Jahr die Messe besucht. Denn obwohl die Oldtimer meist weniger Sitzkomfort und noch weniger Fahrhilfen bieten als moderne Gebrauchwagen, wird der Kreis der Liebhaber immer größer.

Sportwagen – vor allem historische – begeistern auch FDP-Fraktionschef Christian Lindner. Beim (Schnell-)Rundgang über die Messe kommt auch er ins Schwärmen über die alten Fahrzeuge. Kindheitserinnerungen werden wach. Ein Wunsch von ihm: selbst einmal einen Oldtimer restaurieren oder zumindest selber „schrauben“. So wie der überwiegende Teil der Halter, die häufig technisch versiert sind und in unzähligen Arbeitsstunden ihr „Schätzchen“ selbst wieder fahrbereit machen und aufpolieren. Denn Oldtimer sind häufig überdurchschnittlich gepflegt. Lindner selbst fehlt dazu bislang vor allem Zeit. Andere (politische) Projekte haben Vorrang.

Große Projekte sind auch Thema bei der Eröffnung der Messe. Nicht nur zurückliegende Erfolge – wie die Einführung des H-Kennzeichens, der wohl größte Erfolg des Bundesverbands für Clubs klassischer Fahrzeuge DEUVET. An die Einführung 1997 erinnert dessen Präsident Peter Schneider. Und am Stand von DEUVET kann auch der erste Wagen mit diesem speziellen Kennzeichen für Oldtimer begutachtet werden – ein VW-Käfer. Das aktuell größte Projekt der Oldtimer-Liebhaber: für das automobile Kulturgut den Status des „Immateriellen Kulturerbes“ der Unesco zu erreichen. Zurzeit wird der nötige Antrag verfasst.

Aber auch kleinere Projekte, wie der Abbau überflüssiger Bürokratie für Halter von Oldtimern mit H-Kennzeichen, werden beim Rundgang über die Messe diskutiert. Die FDP-Fraktion NRW setzt sich nämlich dafür ein, dass die Frist für die Hauptuntersuchung von Oldtimern mit H-Kennzeichen von zwei auf fünf Jahre verlängert wird. In anderen EU-Ländern gibt es längst wesentlich längere Fristen. Und Studien zeigen, dass auch in Deutschland die Mängelquote der alten Wagen bei Hauptuntersuchungen deutlich geringer als bei Gebrauchtfahrzeugen ist. Eine Verlängerung der Frist ist daher aus Sicht der Freien Demokraten ein sinnvoller Beitrag zum Bürokratieabbau. Ohne dass die Verkehrssicherheit leidet.

  
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