Die Reise der Dachrinne

Wow – 18 Uhr und der Plenarsaal im Landtag NRW ist prall gefüllt! Selbst auf den Besucher-Tribünen sind viele Sitze besetzt. Warum? Wir wollen diskutieren, wie wir NRWs Wirtschaft wieder fit bekommen!

Bei einem Nicht-Wachstum von 0% und damit dem letzten Platz im Ländervergleich ist das eine große Aufgabe. Umso wichtiger, dass so viele gekommen sind.

Das Motto des Abends: Zukunft durch Industrie – Zukunft für Industrie. Denn die Anwesenden sind sich einig, dass Nordrhein-Westfalen als DAS Industrieland gerade in diesem Bereich wieder bessere Bedingungen schaffen muss, wenn es wirtschaftlich erfolgreich sein will.

Dass Verweise auf den Strukturwandel nur Ablenkungsmanöver sind, macht Christian Lindner in seiner Eröffnungsrede klar…

… und wird darin auch von Wirtschaftsforschern bestätigt.

Ok, und was soll jetzt die Überschrift mit der Dachrinne? Dieses Beispiel geht auf das Konto von BDI-Präsident Ulrich Grillo. Das Unternehmen seiner Familie stellt seit vielen Generationen unter anderem Dachrinnen her. Und an der Reise eben dieser Dachrinne durch die Wertschöpfungskette zeigt Grillo auf, wo es hakt und wo wir etwas verbessern müssen.

Es fängt an beim Material. Für die Herstellung des benötigten Zinks wird viel Energie gebraucht. Die deutsche Energiepolitik mit ihren immer neuen Umlagen und politisch veranlassten Mehrkosten sei aber ein Risikofaktor für Investoren, so Grillo. Und NRWs Landesregierung setzt immer noch einen drauf, das sehen wir beim Klimaschutzplan und beim Naturschutzgesetz. Der Nutzen dieses Vorpreschens erschließt sich jedoch nicht. Das sehen auch andere Referenten wie IHK NRW-Präsident Ralf Kersting so.

Das Zink für die Rinne wird online bestellt. Auch die Produktionsprozesse werden immer weiter automatisiert, Maschinen kommunizieren miteinander. Wir kennen die Digitalisierung in diesem Bereich unter dem Begriff „Industrie 4.0“. Voraussetzung ist aber eine Breitband-Versorgung. In Duisburg kein Problem, sagt Grillo. Aber was ist mit den vielen Gewerbegebieten auf dem Land? Hier hinken wir hinterher:

Und die fertige Dachrinne will dann zum Kunden. „Hier in NRW ist das durchaus eine Herausforderung“, kritisiert Ulrich Grillo. Denn die marode Infrastruktur ist eine große Herausforderung für Industrie und Wirtschaft.

Daher begrüßt der BDI-Chef auch Christian Lindners Idee von der „Reparatur Deutschlands“.

Durch seine Beschreibung veranschaulicht Ulrich Grillo sehr deutlich, an welchen Schrauben gedreht werden muss, damit NRW wieder zu alter Stärke zurückfindet. Hinzu kommt eine weitere wichtige Grundvoraussetzung, die wir Freien Demokraten uns auf die Fahnen geschrieben haben: Die beste Bildung der Welt. Dass in der Bedeutung der Bildung Einigkeit besteht, zeigen auch die anschließenden Diskussionen – dabei spielt gerade für die Industrie die Stärkung des deutschen Exportschlagers „Duale Ausbildung“ eine wichtige Rolle.

Wir sehen: Die Probleme sind bekannt, Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch.

 

Zeit, anzupacken, damit die Reise der Dachrinne auch zukünftig in NRW beginnt!

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