Sportland NRW: Dialog fortführen

Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Sportland und vermarktet sich stolz als Sportland Nr. 1. Das ist aber kein Selbstläufer. Um das größte Sportland weiter zu stärken und an der Spitze zu halten, luden die Sportpolitiker Andreas Terhaag von der FDP-Landtagsfraktion und sein CDU-Kollege Jens Nettekoven die nordrhein-westfäischen Sportverbände zu einer ersten Dialogveranstaltung ein.

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Der Gedankenaustausch kreiste im Wesentlichen um drei Themenfelder: nämlich um die Kooperationsmöglichkeiten von Schule und Sportvereinen, um die Stärkung der ehrenamtlich Tätigen im Sport sowie um die Situation von attraktiven Sportstätten.

Manfred Hagedorn vom Westfälischen Turnerverband bekräftigte, dass Sportler, insbesondere Nachwuchskräfte, in das System des Offenen Ganztags mit entsprechenden Konzepten hineingefügt werden müssen. Dabei müssen die Grundsportarten, wie Leichtathletik, Turnen und Schwimmen mit Hilfe von Tests der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder Fuß fassen. Andreas Terhaag und Jens Nettekoven erklärten hierzu, dass deren Langfristziel die Förderung aller Schulkinder mit ihren jeweiligen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talentierungen sei.

Frank Rabe vom Schwimmverband Nordrhein-Westfalen betonte die hohe Bedeutung einer flächendeckend funktionierenden Sportinfrastruktur für die Sportausübung, insbesondere des Schwimmens. „Schwimmen ist die einzige Sportart, die bei nichterlernen tödlich enden kann“, stellte er fest.

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Zum Thema Schwimmfähigkeit von Schulkindern erklärte Andreas Terhaag, dass dies sehr komplex sei und nur durch Drehen mehrerer Stellschrauben erfolgreich angegangen werden könne. Neben einer zeitgemäßen Vorhaltung der Sportinfrastruktur zähle hierzu auch eine ausreichende Anzahl von Lehrkräften oder eine klare Definition über die Qualifikationsvoraussetzungen der Schwimmfähigkeit. „Das ist ein langer Marsch, den wir neben der Sportabteilung in der Staatskanzlei auch mit dem Ministerium für Schule und Bildung gehen werden müssen. Erste gute Gespräche haben wir geführt und erreicht, dass das Thema im Bildungsministerium angekommen ist“, unterstrich Terhaag.

Herr Kleinwächter vom Fischereiverband Nordrhein-Westfalen, dem größten  Naturschutzverband, bekräftigte die hohe Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements, insbesondere für eine breit aufgestellte Jugendabteilung, wie es in seinem Verband der Fall sei. Die Verbände waren sich einig, dass es höchste Zeit für eine Aufwertung des Ehrenamtes in den Vereinen sei. Denn sonst drohten Nachwuchsprobleme. Sie schlugen als Lösung unter anderem eine Gegenkampagne gegen die derzeitige Negativbesetzung des Begriffs Ehrenamtes  sowie wohlwollende steuerliche Handhabungen für Ehrenamtler vor. Sportvertreter und Politiker waren sich einig, dass Handlungsbedarf bestehe. Erste Aktivitäten seien durch die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt in Angriff genommen worden.

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Der engagierte Austausch von konstruktiven Ideen und Anregungen bestärkte alle Teilnehmer darin, auch in Zukunft den Dialog zu festigen und im Sinne des Sportlandes NRW weiterzuführen. Denn es geht darum, die Spitzenposition auszubauen.

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