K.I.T.T. im Landtag – Mobilitätsforum der FDP-Fraktion

Flugtaxis schafften es vor einiger Zeit in die Schlagzeilen. Einen fachlich fundierten, praxisnahen und zukunftsfreudigen Beitrag zur Debatte über die Mobilität der Zukunft lieferte jetzt die FDP-Landtagsfraktion. Im vollen Plenarsaal fand eine tiefgehende, informative Debatte um eines der Schlüsselthemen für den Verkehr der Zukunft statt.

Fraktionschef Christof Rasche, machte deutlich, dass für die FDP-Fraktion die Verkehrspolitik seit fast 18 Jahren eines der Schlüsselthemen der Landespolitik ist.  Seit dem Regierungswechsel im letzten Jahr, hat sich einiges bewegt. „Die NRW-Koalition hat bei Infrastruktur schon konkret gehandelt und mit einem erstem Gestaltungshaushalt Investitionen in Erhalt und Ausbau aufgestockt sowie die Planungskapazitäten ausgeweitet“, sagte Rasche.

Verkehrspolitik unter FDP und CDU heißt: Möglich machen statt blockieren! Das heißt für uns Freie Demokraten auch, den Blick auf die Zukunft zu richten: Denn wie wir morgen fahren, müssen wir heute gestalten.

Und eines scheint zumindest klar, Autos werden künftig in der Lage sein, viele Dinge ohne menschliches Zutun zu machen. Fahrerlose S-Bahnen gibt es vereinzelt bereit. Das Fahrerlose Auto weckt gemischte Gefühle. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, stellte die Vorteile in den Mittelpunkt seines Impulses. So könnte der ländliche Raum, wo heute der Bus nur selten kommt, vom vernetzten Fahren immens profitieren.

Überhaupt: autonomes Fahren, vernetztes Fahren, automatisiertes Fahren – das sind verschiedene Stufen, die es zu meistern gilt, bevor das Auto ganz ohne Menschen auskommt. Eines ist aber klar: so lange es weiße Flecken in der Breitband-Landkarte gibt, wird es sich nicht flächendeckend realisieren lassen. Leider, meint mancher im Publikum.

Einer, der sehr konkrete Vorstellungen hat, ist Professor Dr. Michael Schreckenberg von der Uni Duisburg. Der Experte für die Physik des Verkehrs verpackt seinen Vortrag in knackige und pointierte Thesen. Eine Kostprobe: „Automatisierte („autonome“) Fahrzeuge sind ein Unsicherheitsfaktor und hemmen den Verkehr. Die Mischung mit „menschlichen“ Fahrern ist das Problem.“ Da er selbst an mehreren Projekten mit autonomen Fahrzeugen beteiligt ist, sorgte diese Zuspitzung für Raunen im Saal. Klar wurde in seinem Vortrag, dass die Entwicklung noch nicht so weit ist, wie Hollywood schon in den 80er Jahren mit K.I.T.T in der Serie „Knight Rider“ ersann.

Der Vortrag lieferte jede Menge Input für eine fundierte Talkrunde mit dem Ford-Deutschlandchef, Gunnar Herrmann, dem CEO von Cisco Deutschland, Oliver Tuszik, sowie dem UPS-Chef Deutschlands, Frank Sportolari.

Für den verkehrspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion Bodo Middeldorf stand am Ende des Abends fest: die NRW-Koalition muss Treiber und Steuerer sein, um die richtigen Weichen bei der Entwicklung und Erprobung von automatisierten und autonomen Systemen zu stellen. „Unser Anspruch ist, NRW mit allen Möglichkeiten fit für die Zukunft der Mobilität zu machen. Wir sind offen, Projekte in diesem Bereich zu unterstützen“, so Middeldorf. „Deshalb stehen wir Wissenschaft, Unternehmen, Startups, Kommunen und der Öffentlichkeit als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Daneben werden wir mit unserer neuen Zukunftsabteilung im Verkehrsministerium sowie mit vielfältigen Initiativen des Wirtschaftsministeriums das Zeitalter von Verkehr 4.0 einläuten.“

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