Feier für das Ehrenamt auf dem Sommerfest der FDP-Landtagsfraktion

Wenn Feuerwehrleute in voller Montur samt Atemmasken durch den Landtag laufen, Menschen an Puppen Wiederbelebungsmaßnahmen üben, die Emotionen beim Tischtennis an der Platte hochkochen, lustige Posen vor der Fotobox gezeigt werden und mit Leidenschaft bei einem kühlen Getränk über das Ehrenamt diskutiert wird, dann ist die Angelegenheit klar: Die FDP-Landtagfraktion feiert ihr Sommerfest.

Rund 800 Gäste feierten auf dem Sommerfest unter dem Motto „engagiert! – Gemeinsam für NRW“ das Ehrenamt und die Menschen, die sich in NRW engagieren. „Auf zwei Dinge ist in NRW Verlass: die NRW-Koalition und das Ehrenamt“, erklärte der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion Christof Rasche. Auf vieles sei eben nicht mehr Verlass, stellte Rasche in seiner launigen Rede heraus: Trump, Brexit oder das WM-Aus der DFB-Elf. Ebenfalls humorig und gut gelaunt zeigte sich der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei seiner Begrüßung. Er erklärte den Gästen mit Blick auf seine lange Zeit zuletzt im politischen Berlin: „Ich freue mich hier unter normalen Leuten zu sein.“

Auf dem Sommerfest wurde engagiert über das Thema Ehrenamt diskutiert. Gerade das „große Ehrenamt in NRW und seine vielen Millionen Ehrenamtlichen haben große Wertschätzung verdient“, betonte Rasche. Wertschätzung war auch den Gästen in der Diskussionsrunde ein zentrales Anliegen. „Ehrenamtler wollen nicht bezahlt werden. Sie wollen Anerkennung“, erläuterte Jörg Sartor, der Vorsitzende der Tafel Essen und machte deutlich, dass der Sozialstaat ohne Ehrenamt nicht funktioniere. Sartor stand vor Kurzem im Fokus der Öffentlichkeit und habe sowohl viel Kritik als auch viel Zuspruch erhalten. In Essen engagiert er sich weiter und ist „mit mehr Freude dabei.“

Katharina Kresse erläuterte aus Sicht der Verband der Feuerwehren in NRW, dass Wertschätzung in Form besserer Ausstattung gerade bei der Rekrutierung des Nachwuchses ein entscheidender Aspekt ist. Andere Maßnahmen wirken bereits:  Feuerwehr Fördervereine sowie die Kinder- und Jugendfeuerwehren, die im Haushaltsjahr 2018 von der NRW-Koalition gestärkt wurden, wirken. Potential sieht Kresse in gezielten Projekten für die Rekrutierung von Frauen und Migranten.

Die Diskussion auf der Bühne am Abend machte deutlich, dass die politische Anerkennung für ein funktionierendes Ehrenamt von hoher Relevanz ist. „Anerkennung erfahren wir zur Zeit“, betonte der Präsident des Handwerks NRW, Rolf Meurer. Die Sichtweise teilte Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen.  In NRW wurde „Sport und Ehrenamt“ zur Chefsache gemacht, freute sich Schneeloch über die Arbeit der NRW-Koalition.  Der Landessportbund will 2019 speziell das junge Ehrenamt in den Fokus nehmen und versuchen, Jugendliche durch Stipendien zu binden.

Die Vorsitzende des Landesjugendrings, Sarah Primus wünschte sich Freiräumen für Jugendliche, um sich ehrenamtlich zu engagieren.  Die  Erhöhung der Mittel für den Kinder- und Jugendförderplan sei ein wichtiger Schritt gewesen.

Immer wieder wurde bei der Diskussion die hohe Bedeutung des Ehrenamts für die Gesellschaft herausgestellt. Für den Sport erklärte Schneeloch: „Ohne das Ehrenamt würde es den organisierten Sport nicht geben.“ Bei Feuerwehrleuten betrage der Ehrenamtsteil 80 Prozent, schildert Kresse. Rolf Meurer betonte, auch zum Handwerk gehöre untrennbar ein besonderes gesellschaftliches Engagement – für Prüfungsausschüsse, Verwaltung, und vieles mehr.

Speziell für einen Dachverband wie den Landesjugendring NRW, in dem 25 Jugendverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen geschlossen sind, sei es nicht immer einfach, alle Interessen unter einen Hut zu bringen, schilderte die Vorsitzende Sarah Primus. „Was uns verbindet ist die Jugendarbeit und so kommt man dann auch zu Kompromissen.“ Christof Rasche bilanzierte: „Wenn unterschiedliche Gruppen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, verbindet das!“

Auf einem Ausstellermarkt präsentierten sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Verband der Feuerwehren in NRW, die Vereinigung liberaler Kommunalpolitiker NRW, die Mobilen Retter, der Landessportbund NRW, Landesjugendring NRW, sowie Die Johanniter. Bei vielen Gesprächen wurde klar, wie vielfältig das Ehrenamt in NRW ist, was dort geleistet wird und wie viel Herzblut dabei ist. Für die FDP-Fraktion war das Sommerfest der gelungene Auftakt für eine Initiative für das Ehrenamt.

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