Fluggast-Abfertigung am 1. Ferientag – Fraktion vor Ort

Morgens 8.15 Uhr, Terminal A am Düsseldorfer Flughafen. In NRW beginnen heute die Ferien. Die Geschäftsleute sind bereits in den Maschinen. In der lichtdurchfluteten Halle sind junge Familien, kleine Kinder, Jugendgruppen und viele Flughafen-Mitarbeiter. Eine handvoll Journalisten ist auf der Suche nach der Geschichte über die genervten Reisenden und die langen Schlangen an der Security. Noch werden sie nicht fündig. 3 Minuten Wartezeit verkünden die neu installierten Anzeigetafeln für die Sicherheitskontrollen. Diese digitalen Anzeigen sind eine von mehreren Maßnahmen, die der Düsseldorfer Flughafen nach dem Chaos und der Kritik des vergangenen Jahres umgesetzt hat.

Das Thema Sicherheitskontrollen und Fluggasstabfertigung insgesamt am Flughafen beschäftigt auch die Politik. Am Donnerstagabend wurde im Plenum darüber debattiert. „Die Zustände, die wir an den Flughäfen Düsseldorf und Köln in der jüngsten Vergangenheit bei der Flugsicherung erlebt haben, dürfen sich nicht wiederholen; das ist völlig klar. Wir gehen davon aus und erwarten von allen Beteiligten, insbesondere von den Bundesbehörden, aber auch von dem eingesetzten Unternehmen vor Ort, dass sie sich um eine Verbesserung bemühen“, hat Bodo Middeldorf, verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, in der Debatte betont. Freitagmorgen informieren sich Marc Lürbke, Fraktionsvize und innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, Bodo Middeldorf und Stephan Haupt, Sprecher für Verbraucherschutz, vor Ort, wie die Situation sich darstellt. Thomas Schnalke (Sprecher der Geschäftsführung des Flughafen Düsseldorf) berichtete über Verbesserungen, die der Flughafen in den vergangenen Monaten durchgeführt hat.

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Einen deutlich siebenstelligen Betrag hat der Airport investiert. Eine moderne Sensortechnik soll ab Juli für bessere der Passagiersteuerung sorgen. Personal wird in der Ferienzeit an vielen Stellen aufgestockt. Zusätzliche Servicekräfte  stehen den Passagieren mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem wurde die räumliche Situation vor den Sicherheitskontrollen für die Reisenden verbessert – durch veränderte Kontrollpunkte für die Bordkarten.  Passagierlenker – leicht an den roten Westen mit einem „i“ wie Information zu erkennen – sind an den drei Flugsteigen im Einsatz.

Besonderes Interesse hatten die Abgeordneten daran, wie gut die Sicherheitskontrollen in den Sommerferien laufen werden. Der Flughafen sieht sich durch die zusätzlichen Maßnahmen besser gerüstet. Skeptisch zeigte sich der Flughafenchef, dass der Personalaufwachs beim Dienstleister bereits ausreicht. Denn durch die Insolvenz von Air Berlin gäbe es in Düsseldorf einen Anstieg der notwendigen Sicherheitskontrollen von 4-Prozent, obwohl das Passagieraufkommen nahezu gleich geblieben ist. In der Vergangenheit seien viel Air-Berlin-Passagiere in Düsseldorf umgestiegen und hätten nicht die Sicherheitskontrollen durchlaufen müssen. Die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei laufe sehr gut. An die Politik wenden sich die Flughafenbetreiber mit dem Vorschlag mehr Verantwortung für die Flugsicherheit an die Institutionen vor Ort zu übertragen.

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