Zwischen Tante Emma und Amazon – Werkstattgespräch zur Zukunft des stationären Handels

Stationärer und digitaler Handel sind keine Gegensätze, sondern verschiedene Kanäle, die im besten Fall Hand in Hand gehen. Darüber waren sich die Experten beim Werkstattgespräch zur Zukunft des stationären Handels einig. Die Zukunft des Handels liegt nicht in einem Entweder-Oder, sondern in einem Sowohl-Als-Auch – stationär goes digital.

„Als regierungstragende Fraktion haben wir mit dem Entfesselungspaket frühzeitig Impulse und für die Zukunft des Einzelhandels auch die richtigen Weichen gesetzt“, betonte Ralph Bombis, Sprecher für Wirtschaft und Mittelstand der FDP-Landtagsfraktion zur politischen Marschroute der NRW-Koalition, die den stationären Einzelhandel damit speziell in Blick nimmt.

Für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort spielt der Einzelhandel in Bezug auf die städtische Nahversorgung und die Attraktivität in den Innenstädten eine besondere Rolle. „Wir wissen, dass der Einzelhandel über die rein ökonomische Sicht heraus einen vitalen Faktor für unsere städtische Entwicklung darstellt“, erläuterte Ralf Witzel, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion.

Den Gesamtüberblick mit dem Status-Quo und Ausblick für die Zukunft des stationären Handels lieferte Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands NRW. So ist der Einzelhandel gut aufgestellt, verzeichnet jedoch im Gegensatz zum Online-Handel weniger Wachstum. Die Zahlen zum weiteren Wachstum des Online-Handels auf einen geschätzten Anteil von 25 Prozent verband er mit dem Optimismus derjenigen, die um die Attraktivität guter Angebote wissen: Der stationäre Handel hat Chancen, wenn er Kundenbedürfnisse identifiziert und entsprechende Angebote macht. Selbst das, was digital beginnt, kann zum Vor-Ort-Erlebnis werden. Wer online recherchiert, muss noch lange nicht online kaufen – der Kunde kann auch in den Laden gelockt werden.

Noch ehrgeiziger formulierte es Thomas Görner, der als Geschäftsführer des Düsseldorfer Unternehmens HIFI & FOTO KOCH bei der Verbindung von Online-Welt und offline Ladengeschäft erfolgreicher Vorreiter ist. Sein Credo: Dem Kunden keine Ausrede lassen, das Ladengeschäft zu verlassen, um den Kauf bei Amazon zu tätigen.

Die Erkenntnis, dass der Kunde, das unbekannte Wesen, mehr und mehr verstanden werden kann. Die Welt der Daten und ihrer Analyse wurde von Christian Friedrich eingebracht, der mit seinem Unternehmen, der statmath GmbH, auch einen Sieger des Landesprojekts „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ vertritt. Nun wissen wir, wie die Wechselwirkung von Chips und Champions League ist: Chips sollten an Spieltagen nach vorne in die Auslage. Der Austausch machte deutlich, immer auch diese Methode auch kritisch zu hinterfragen und zu analysieren. Zudem erklärte Friedrich, dass der stationäre Handel von kluger Datenanalyse durchaus profitieren kann. Aber auch von einer gänzlich analogen Stärke, nämlich seiner Nähe und dem direkten Erlebnis. Und das nennen wir dann wieder: Optimismus.

Ein weiteres Thema, das die rund 80 Gäste beschäftigte war die Reform des Ladenöffnungsgesetzes, mit der die NRW-Koalition den Kommunen die Chancen gibt, sich mit ihrem stationären Handel an bis zu acht Sonntagen zu präsentieren. Fast 100 verkaufsoffene Sonntage sind nach neuem Recht bereits durchgeführt worden.

 

 

 

 

 

 

 

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