Neue Mobilität – Gestalten wir unsere Zukunftschancen!

Unser verkehrspolitischer Sprecher Bodo Middeldorf beschäftigt sich seit Langem mit der Mobilität von morgen. Seine Gedanken featuren wir heute in unserem Fraktionsblog. Weitere Beiträge folgen in unregelmäßigen Abständen.

Mit dem Buzzword Mobilität 4.0 werden wir alle tagtäglich konfrontiert. Autonomes Fahren, Sharing-Economy, neue Antriebstechnologien wie das Elektroauto, das E-Ticket – um nur wenige Punkte zu nennen. Aber warum profitiert jeder Einzelne von neuen Innovationen in der Mobilität? Und vor allem: Was muss noch getan werden, damit neue Mobilität keine Utopie bleibt, sondern Realität wird? Wir geben Antworten und stellen Weichen für die Erprobung und Anwendung in NRW.

Wie die Digitalisierung unsere Mobilität verändern wird

Mobilität ist Voraussetzung in unserer immer schneller werdenden Welt. In den nächsten zehn Jahren wird sich unsere Mobilität vollkommen verändern. Neue technische Entwicklungen und Geschäftsmodelle werden noch unbekannte Formen der Fortbewegung möglich machen. Die Digitalisierung, die in all unsere Lebensbereiche Einzug findet, wird insbesondere in der Mobilität die Schaffung neuer innovativer Konzepte möglich machen.

Für die „letzte Meile“, also den Weg von einer Bus- oder Bahnhaltestelle bis zur eigenen Haustüre, zum Arbeitsplatz oder zu anderen Zielpunkten, werden neue Angebote geschaffen: Von ausleihbaren E-Scootern bis hin zu elektronischen On-Demand-Systemen, mit denen Fahrgäste auch in entlegeneren Gegenden kein eigenes Auto mehr benötigen. Sharing-Systeme für Autos, Fahrräder oder auch Roller werden die individuelle Mobilität auf ein neues Level heben. Apps werden in Echtzeit für einen Informationsfluss sorgen.

Das ÖPNV-Angebot wird einfacher zu nutzen sein, einheitliche Informationsplattformen und E-Ticket-Systeme erleichtern den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV. Ein Blick auf die Projekte zum autonomen Fahren in anderen Ländern zeigt: Das autonome Fahren wird die Fortbewegung bereits mittelfristig revolutionieren. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass durch autonom fahrende Autos eine enorme Verbesserung des Verkehrsflusses festzustellen ist: Durch die Vermeidung von ständigen Stop-and-Go-Situationen wird der Spritverbrauch fast halbiert – und das ist gut für die Umwelt.

Die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Verkehrsbereich sind vielfältig. Die Mobilität 4.0 hält viele Chancen sowohl für den städtischen als auch den ländlichen Raum bereit. Die neuen Mobilitätskonzepte werden im ländlichen Raum zu attraktiveren Angeboten und zu mehr Teilhabe führen und den motorisierten Individualverkehr in unseren Städten deutlich reduzieren. Oder umgekehrt formuliert: Nur mit einer konsequenten Anwendung dieser Technologien werden wir die viel gepriesene Mobilitätswende erreichen – und zwar ganz ohne Zwangsmaßnahmen, ohne Mobilitätseinschränkungen und ohne Fahrverbote!

Wie wir die Weichen zugunsten der neuen Mobilität stellen

Nordrhein-Westfalen befindet sich bereits in der Erprobung neuer Technologien. Auf dem Aldenhoven Testing Center etwa werden automatisierte und autonome Systeme entwickelt und das Testfeld für Kooperative Mobilität in Düsseldorf (KoMoD) ist Vorreiter für die Vernetzung verschiedener Verkehrsträger und eine intelligente Infrastruktur. Dies sind nur zwei von unzähligen Beispielen dafür, dass in NRW Unternehmen, Kommunen und Initiativen mit Hochdruck an der neuen Mobilität arbeiten.

Und auch im Landtag und in der Landesregierung spielt das Thema eine große Rolle: Nicht nur, dass im Verkehrsministerium ein Thinktank eingerichtet wurde, der die Projekte vorantreiben soll; die Koalition hat auch die nötigen Mittel hierfür bereitgestellt. Fast
30 Mio. Euro stehen in einem ersten Schritt für interessante Projekte rund um das Thema Mobilität 4.0 zur Verfügung. Kein gutes Projekt soll in den nächsten Jahren am Geld scheitern.

Um die Mobilität der Zukunft umsetzen, braucht es aber auch neue rechtliche Bedingungen. Unsere Denker und Tüftler dürfen nicht durch einen zu starren Rechtsrahmen und durch zu hohe Bürokratie ausgebremst werden. Schnelle Genehmigungen für innovative Projekte sind ebenso wichtig, wie die Überarbeitung des völlig veralteten Personenbeförderungsgesetzes. Erst dann werden Angebote wie On-Demand-Busse überhaupt erst möglich. Nicht die Bedenken sollten im Vordergrund stehen, sondern die vielfältigen Chancen der neuen Mobilität.

In unserer Arbeit setzen wir einen klaren Fokus auf die Mobilität 4.0. Wir wollen die Chancen des Wandels nutzen – wir sind überzeugt, dass er unseren Verkehr komfortabler, effizienter und umweltfreundlicher machen wird.  

Folgt auch Bodo Middeldorfs Blog: https://mobilitaetsblog.blogspot.com/2019/03/die-anspruche-die-mobilitat-wachsen-ob.html

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