Warum Nordrhein-Westfalen der geeignete Standort für die Batterieforschungsfabrik ist

Einzelne Abgeordnete aus Baden-Württemberg und der thüringische Ministerpräsident können nicht verstehen, wieso die Batterieforschungsfabrik ins Münsterland vergeben wurde. Der Sprecher für Verkehrs- und Strukturpolitik der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag Bodo Middeldorf erklärt, wo die Stärken liegen und fordert ein Ende der Neiddebatte.

„Wer die Entscheidung für Nordrhein-Westfalen als Standort für die „Forschungsfertigung Batteriezelle“ kritisiert, ignoriert absichtsvoll die herausragend positiven Standortbedingungen in NRW und die Forschungsleistung der hiesigen Wissenschaftler. Zudem verkennen diejenigen, welche Anstrengungen die NRW-Landesregierung unternommen hat, um wirtschaftlich optimale Rahmenbedingungen zu schaffen.

So wird das Land NRW für den Aufbau und den Betrieb der Fertigung insgesamt mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Aktivitäten betten sich ein in ein Forschungskonsortium unter Federführung des Münster Electrochemical Energy Technology gemeinsam mit dem Lehrstuhl Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich. Damit ist Nordrhein-Westfalen schon heute ein bundesweites Exzellenzzentrum in der Batteriezellforschung und Produktionstechnologie. Spitzenforscher wie Professor Martin Winter aus Münster sowie seine Aachener Kollegen Professor Günther Schuh und Professor Achim Kampker sind international führende Experten auf ihrem Gebiet.

Der Betrieb wird darüber hinaus von zahlreichen weiteren Instituten und Unternehmen aktiv begleitet. Mehr als 75 Unternehmen aus dem In- und Ausland haben ihre Unterstützung für das ambitionierte Projekt in Münster bekundet, darunter auch Firmen aus China, Südkorea, Mexiko, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Einrichtung und Betrieb der Forschungsfertigung werden durch die Fraunhofer-Gesellschaft erfolgen. Ein spezialisiertes und gut qualifiziertes Fachkräfteangebot rundet das Kompetenzcluster ab: Aktuell arbeiten fast 500.000 Beschäftigte in den für die Fertigung von Batteriezellen einschlägigen Berufsgruppen. Es handelt sich damit um ein technologisches und ökonomisches Umfeld, das in Deutschland und Europa seinesgleichen sucht.

Diese Gründe sprechen eine klare Sprache für den nordrhein-westfälischen Standort. Damit ist keineswegs gesagt, dass die anderen Regionen nicht auch stark in der Forschung sind. Im Gegenteil: Nur wenn wir alle Kräfte in Deutschland bündeln, werden wir die Chance haben, gegen die Vormachtstellung Chinas auf dem Gebiet der Batteriezellentechnologie zu bestehen. Statt gegen andere Bundesländer und Regionen zu arbeiten, setzt NRW jedenfalls bei den vielfältigen Forschungsfragen auf eine enge Kooperation. Denn wir wollen die Zukunft gestalten und wieder Vorreiter werden.“

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