Volle Energie für die Zukunft

Mit Innovationen statt Verboten, so möchte die FDP-Fraktion die Energiewende zum Erfolg führen. Beim Energie-Kongress der Landtagsfraktion debattierten rund 200 Gäste mit Experten über den Fahrplan für den Ausstieg aus der Kohleverstromung, Energie für die Zukunft und Klimaschutz durch gute Ideen aus NRW.

Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart stellte die Energieversorgungsstrategie des Landes NRW vor. Sie ist der Fahrplan, damit die Transformation des Energielandes Nordrhein-Westfalen gelingt. Für die Zukunft setzt das Land auf ein Drittel in NRW produzierte Erneuerbare Energie, ein Drittel Offshore Energie, wofür der Netzausbau zwingend erforderlich ist, und ein Drittel Fuel Switch. Wo wir schon bei den Innovationen wären.

Arthur Steffen von Poligy stellte einen faszinierenden Ansatz vor, wie man Abwärme unter 200 Grad Celsius nutzen kann. Dazu hat Poligy ein Bipolymer entwickelt und patentieren lassen. Eingesetzt werden kann es beispielsweise im Kühlsystem von Rechenzentren.

Um Energie zu sparen, muss man seinen Verbrauch erstmal transparent machen. Dafür hat GreenPocket eine Software entwickelt, die Thomas Goette vorstellte. Im Bereich Smart Meter ist Deutschland offenbar den Entwicklungen noch weit hinterher, ein Problem sind aufwendige Zertifizierungen.

Markus Reinhold von Einhundert Energie betrachtet insbesondere urbane Räume. Denn aus seiner Sicht findet die Energiewende bisher eher im ländlichen Raum statt, während im urbanen Bereich der Bedarf durch E-Mobility noch steigt. In Städten könnten aber etwa Dachflächen für Photovoltaik für lokale Energieversorgung genutzt werden und so Mieterstrom bereitgestellt werden.

Minister Pinkwart und die Abgeordneten der FDP-Fraktion waren während der Innovationspitches begeisterte Zuhörer. An der folgenden Diskussionsrunde nahm neben dem energiepolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dietmar Brockes, Marion Hörsken von der IHK Düsseldorf, Samir Khayat von In4Climate sowie Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur NRW teil.

Sehr kontrovers wurde der Abend bei den Fragen aus dem Publikum. Einige Gäste zweifelten daran, dass die Energiewende nötig ist. Aus Sicht der FDP-Landtagsfraktion ist das aber eine wenig zielführende Debatte. Uns geht es nicht um das Ob, sondern das Wie der Energiewende. „Die Gestaltung der Zukunft ist unsere Aufgabe in der NRW-Koalition. Wir machen vernünftige Energiepolitik, damit Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam erreicht werden“, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende Christof Rasche.

4 Gedanken zu „Volle Energie für die Zukunft

  1. Der Kongress war interessant und zeigte gute Ansätze für die Zukunft, er hat aber auch gezeigt, dass das Thema in breiten Schichten der Bevölkerung noch nicht angekommen ist. So wurde von mindestens zwei Fragestellern direkt oder indirekt bezweifelt, dass es überhaupt ein Problem gibt. Da muss die Politik etwas tuen!

    Ich zitiere Prof. Schellenhuber aus einer mehr als 10 Jahre alten Quelle(Der Klimawandel, 2006): „…danach war (damals) schon für über 97% aller relevanten Wissenschaftler seit ca. 30 Jahren klar, dass es ein menschengemachtes Klimaproblem gäbe….“

    Wie kann es denn heute noch sein, dass es immer noch so viele Zweifler gibt?

    Haben wir in Deutschland auch ein „Heartland-Problem“ sind auch hier die versteckten Lobbies so mächtig, dass sie Meinung verändern, beeinflussen und verdrehen können? Liberale wollen keine „alternative“ Wahrheiten, sondern Offenheit für Fortschritt, Liebe zur Freiheit und Faire Spielregeln.
    Alternative Wahrheit kann das nicht liefern.
    Fred Lorenz
    Volkswirt

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      1. Ja wenn man genau hinhört in dem Interview, dann sagt Vahrenholt ja auch, dass die Politik schon viel früher hätte handeln müssen….

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