Die Zukunft der darstellenden Künste – Kulturfrühstück der FDP-Landtagsfraktion

Frühstück, Musik und eine spannende Diskussion – endlich ist das FDP-Kulturfrühstück zurück aus der Corona-bedingten Pause!

Marcel Hafke, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion NRW freute sich sichtlich die rund 50 Gäste zur ersten Veranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie in Wuppertal zu begrüßen. „Auch wenn die Veranstaltung aufgrund der aktuellen Lage mit deutlich mehr Abstand und einer sehr reduzierten Teilnehmerzahl stattfinden muss, als wir es noch vor Corona gewohnt waren, bin ich sehr froh, dass wir schrittweise in eine neue Form der Normalität gehen.“

Die Auswirkungen der Corona-Krise waren auch ein zentraler Bestandteil der Diskussionsrunde. Zu Gast waren Stefan Hilterhaus, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer PACT Zollverein, Bettina Wagner-Bergelt, Intendantin und künstlerische Geschäftsführerin des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch und Marcus Lobbes, künstlerischer Leiter der Akademie für Theater und Digitalität, die mit dem kulturpolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion NRW Lorenz Deutsch über die Zukunft der darstellenden Künste diskutierten. Moderiert wurde die Runde von dem renommierten Kulturjournalisten Stefan Keim.

Eine wichtige Frage war dabei: Wie kann darstellende Kunst überhaupt in Zeiten der Corona-Krise stattfinden?

Tanzaufführungen sind in der aktuellen Lage nicht umsetzbar. Langfristig können Solis und Duos mit größeren Abständen aufgeführt werden, jedoch müssen ganze Inszenierungen neu überdacht werden, erklärte Bettina Wagner-Bergelt.

Stefan Hilterhaus machte deutlich, dass sich digitale und analoge Formate zunehmend vermischen werden. „Insbesondere bei Veranstaltungen mit internationalen Gästen können Online-Formate helfen, damit sie auch in der aktuellen Situation stattfinden können. Viele Reisen sind vielleicht auch gar nicht mehr nötig.“

Bei einer Frage waren sich die Experten einig: eine rein digitale Kunst- und Kulturszene können sie sich nicht vorstellen. „Die Entwicklung von wahren Online-Formaten der darstellenden Kunst wird noch fünf bis zehn Jahre dauern. Dadurch wird aber kein analoges Theater ersetzt werden. Online-Formate können die Kunst- und Kulturszene lediglich erweitern.“, erläuterte Marcus Lobbes.

 „Wir müssen uns Gedanken darüber machen, was wir langfristig aus der Corona-Krise lernen können und sollten nach der Krise nicht einfach wieder dort anknüpfen, wo wir vor der Krise waren. Die Corona-Krise gibt uns die Möglichkeit uns und die gesamte Szene weiterzuentwickeln.“, sagte Bettina Wagner-Bergelt.

Lorenz Deutsch sieht Chancen für neue Formen des künstlerischen Austauschs: „Diskursive Vernetzung kann deutlich intensiver werden mit den neuen Medien. Das Live-Erlebnis einer Aufführung können sie aber nicht ersetzen, auch wenn diese deutlich hybridere Formen annehmen werden.“

Neugierig geworden? Mehr Details findet ihr im Video:

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